Mittwoch, 22. April 2015

Tag 8: Uterga - Mutuzábal - Obanos - Puente de la Reina - Pamplona

Albergue Camino del Perdón, Uterga

Gestern Abend war ich zwar sehr froh darüber gewesen, so schnell eine Herberge gefunden zu haben, aber die Nacht mit 19 weiteren Personen in einem Raum war dann doch nicht besonders erholsam. Die anderen fanden das offensichtlich auch, und so verließ ich gegen 06:30 Uhr bereits als eine der letzten ohne Früstück die Unterkunft in Richtung Puente de la Reina.
 
Frühmorgens: Aufbruch Richtung Puente de la Reina

Frühmorgens beim Morgenrot auf dem Camino unterwegs zu sein, der durch Wiesen und Felder bergab führte, war ein ganz besonders schönes Erlebnis, und ich war glücklich darüber, so früh aufgebrochen zu sein.



Durch Wiesen mit saftigem grünen Gras, entlang an Olivenbäumen, Weingärten, gelb blühenden Ginsterstäuchern und rotem Mohn, trug sich mein Rucksack fast von allein und ich kam aus dem Staunen über so viel Schönheit gar nicht heraus.

Muruzábal

Bald erreichte ich den romantischen kleinen Ort Muruzábal und kurz danach das Städtchen Obanos mit der wunderschönen Kirche San Juan Bautista, die aber leider geschlossen war.

San Juan Bautista, Obanos

Langsam begann mein Magen zu knurren, doch es war noch vor 9 und folglich - wie hier in Spanien üblich - alles geschlossen.


Am Ortsanfang von Puente la Reina gelangte ich jedoch zur Albergue Jakue, die mich zunächst optisch nicht besonders ansprach, aber ein Ire, der ebenfalls in Uterga genächtigt hatte, saß bereits mit einer Tasse Kaffee auf der Terrasse und sagte "Good price, good coffee..." - was tatsächlich der Wahrheit entsprach.

Puente de la Reina

Puente la Reina war nun auch leider vorerst für mich die Endstation auf meinem ersten Jakobsweg, denn mehr als 10 Tage hatte ich nicht zur Verfügung und musste mich bereits am nächsten Tag auf den Rückweg machen.

Albergue "Jesús y Maria", Pamplona

Ich nahm also schweren Herzens den Bus zurück nach Pamplona, checkte dort in der städtischen Herberge "Jesús y Maria" ein, wusch meine Wäsche, aß eine Kleinigkeit im Café Iruna und fuhr dann - wie schon von Anfang an geplant - von der Estacion de Autobuses mit dem Bus Nr. 16 nach Berriorzar zu der großen Decathlon-Niederlassung in der Avenida Guipuzcoa.

Aus dem Internet wusste ich bereits, dass die Auswahl riesig und Preise hier um einiges günstiger waren als in ähnlichen Geschäften in Wien und erstand eine Reihen von Dingen, die ich auf meiner nächsten Jakobsweg-Wanderung im Herbst (aber nicht nur dort) brauchen würde.

Denn dass ich weitergehen werde, steht schon jetzt fest: Höchstwahrscheinlich im September, ab Puente la Reina (wo ich darauf vergaß, mir einen Stempel geben zu lassen) in Richtung Burgos.


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