Samstag, 18. April 2015

Tag 5: Zubiri - Larrasoaña - Zuriain - Zabaldika - Pamplona

Die Morgenluft ist angenehm kühl und erfrischend, als ich gegen 08:30 Uhr von Zubiri aufbreche, aber irgendwie verpasse ich die gelben Hinweisschilder und lande auf der N135. Entlang der von Autos und unzähligen Radfahrern befahrenen Straße zu pilgern, ist kein reines Vergnügen, andererseits ist es für mein Knie so wohl das beste und ich muss daran denken, dass behauptet wird, der Camino sorge für diejenigen, die ihn gehen ...


Nach einigen Kilometern komme ich nach Larrasoaña, aber auch hier finde ich keinen Wegweiser, der mir anzeigen würde, wie ich zurück auf den Camino komme, ich bekomme auch langsam Lust auf einen Kaffee, aber hier ist alles geschlossen und entlang der Straße gibt es nicht einmal eine Tankstelle.

In Zuriain werde ich dann doppelt entschädigt: Direkt am Rio Arro befindet sich ein sehr nettes Lokal und hier treffe ich endlich wieder auf den Jakobsweg und andere Pilger. Ich stärke mich ausgiebig mit Café con leche, aqua, torilla und einem Energy-Riegel und schließe mich dann der Pilgerkolonne in Richtung Pamplona an.


Der Camino ist natürlich anstrengender zu gehen, als die N135, dafür wird man aber mit einer wunderschönen Landschaft und idyllischen kleinen Orten wie Zabaldika belohnt, die Bäume am Ufer des Rio Arro spenden Schatten und alles in allem ist diese Etappe weit weniger anstrengend als die gestrige.



Wenige Kilometer vor Pamplona, am Grillplatz von Zabaldika, treffe ich Leo, einen Kanadier, wieder, der sich schon den ganze heutigen Tag auf dem Camino sehr abgemüht hatte. Hier führt der Jakobsweg noch einmal richtig steil nach oben und wir einigen uns darauf, stattdessen auf dem bequemeren Fluss-Radweg durch das Naturschutzgebiet entlang des Rio Arro nach Pamplona zu gehen.

Überall Präsent: Jakobsmuschel


Rio Arro

Unterwegs erzählt mir der Kanadier, dass er bereits vor einigen Tagen, nach seiner Ankunft in Spanien in Pamplona übernachtet hat und von dort nach St. Jean gefahren ist, um den Camino von dort aus zu gehen. Ein Bett in der Herberge Casa Ibarrola - gleich beim Französischen Tor hatte er sich bereits damals für die heutige Nacht reserviert. 

Das "Französische Tor" in Pamplona

Da ich noch keine Ahnung habe, wo ich schlafen werde, ist er so nett, von unterwegs dort für mich anzurufen. Ich habe Glück und es ist noch ein Bett frei, der Preis von 15 € ist für das, was geboten wird, ebenfalls sehr gut.

Albergue Casa Ibarrola

Ich richte mich häuslich in meiner Schlafkoje ein, dusche, ruhe mich ein wenig aus und besorge mir dann im nächsten Supermarkt mein Abendessen. Anschließend mache ich noch einen kleinen Rundgang durch Pamplona und hole mir einen weiteren Stempel für meinen Pilgerpass in der Sakristei der Kirche San Saturnino. 

San Saturnino
 

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