Freitag, 24. April 2015

Resümee zwischendurch

Nun bin ich bereits ein paar Tage unterwegs und konnte ein wenig an Erfahrungen sammeln, die ich an dieser Stelle weitergeben möchte. Schon innerhalb dieser kurzen Zeit zeigte sich, was man als Pilger/in wirklich braucht und was man eher weglassen kann.

Im Gegensatz zu den Rucksackmodellen, die ich hier bei anderen Pilgern bisher gesehen habe, ist mein Bavella 40 von Vaude mit seinen 1800 g (inklusive Regenhülle) zu schwer und zu sperrig, ich könne also beim nächsten Mal eventuell ein leichteres Modell ins Auge fassen. Sehr praktisch finde ich auch Modelle, die sich auf der Breitseite - also wie eine Reisetasche öffnen lassen.

Was hätte ich nur ohne meine Stöcke getan?

Wirklich sehr zufrieden bin ich mit meinen Trekkingstöcken von Komperdell. Sie sind leicht, aber stabil und eine echte Entlastung für die Kniegelenke. Dadurch, dass es Teleskopstöcke sind, hatte ich weder am Flughafen in Wien, noch in Paris Probleme, sie am Rucksack befestigt und mit Spitzenschonern versehen im Handgepäck mitzuführen.

Sehr geräumig und angenehm zu tragen
Meine Umhängetasche habe ich bereits in St. Jean gegen eine stabile und geräumige Bauchtasche eingetauscht, in der auch bei Stadtbesichtigungen - ohne Rucksack - alles Platz hat, sogar meine Lumix Panasonic (eindeutig zu groß und umständlich, hier muss Ersatz her, obwohl sie wunderschöne Bilder macht)!

Das angeblich schnell trocknende Badetuch aus Mikrofaser erfüllt diesen Anspruch nicht, ebenso wenig wie die Sportsocken, die Funktionsshirts - mit Ausnahme des Modells von Lidl, und die Unterwäsche. Hier muss man sich also ganz genau umschauen.

Top!

5 Sterne gibt es für meinen Light-Schlafsack, der sich auch sehr gut zu einer Decke umfunktionieren lässt. Das Inlett hätte ich ohne weiteres zu Hause lassen können.

Auch die Funktionsjacke mit auszippbarer Steppweste leistet mir hervorragende Dienste, insbesondere in dieser Jahreszeit und im Gebirge, wo starke Temperaturschwankungen zu verzeichnen sind.

Meine Lieblingsteile sind jedoch mein uralter Pullover aus Merinowolle, der superdünn aber bei Bedarf auch kuschelig warm ist, meine Baumwolljacke im Häkellook, die bei Hitze schützt, aber mit der man auch nicht schwitzt und eine schwarze Legging, ideal sowohl zum Schlafen als auch zum Daruntertragen.

Praktisch finde ich den "Waschsalon" von Jack Wolfskin. Hier hat wirklich alles, was Frau so für ihre Schönheit und Körperpflege braucht, Platz.

Ein echtes Raumwunder

Auch die Tupperdose hat sich zum Mitnehmen von Proviant wie Wurst oder Käse bewährt, genauso wie die verschiedenfärbigen Beutel, die mir helfen, Ordnung zu halten.

Der ganz große Hit sind jedoch meine Wanderschuhe, die Lowa GTX Mid Renegade Lady! Ich möchte es nicht verschreien, aber ich habe bisher keine einzige Blase!

Keine einzige Blase - Ich sie

 Ein "sehr gut" geht in diesem Zusammenhang auch an die Hirschtalg-Creme von "Barfuss".

No name Crocs: Leicht, praktisch und in der Maschine waschbar

Meine Trekkingsandalen haben bereits einige Jährchen auf dem Buckel und sind von daher bereits gut eingelaufen. Ihre Nachfolge steht aber bereits fest. Sehr froh bin ich auch darüber, dass ich meine no name-fake-Clogs dabei habe: Als Hausschuhe bzw. in der Dusche sind sie unabdinglich.


Für Ordnung im Rucksack unentbehrlich (TCM)

Und die Entscheidung, zwar mein Netbook - aber ohne Akku - mitzunehmen, habe ich noch keine Minute bereut. Ein Stromanschluss hat sich bisher noch immer gefunden und ich habe dadurch deutlich Gewicht eingespart.

Eine Wasserflasche vermisse ich nicht - es gibt mindestens alle paar Kilometer eine Möglichkeit, sich mit Mineralwasser zu versorgen oder eine leere Plastikflasche mit Trinkwasser zu befüllen. Auch die Wäscheleine + Wäscheklammern habe ich nicht benötigt, da in den Herbergen alles vorhanden war.


Nachtrag:
Für die Fortsetzung meiner Wanderung im September habe ich bei Decathlon in Pamplona noch ein paar Sachen zugekauft:
1 kleines Handtuch aus Microfaser
1 Campingtasse (zum Selbermachen von Kaffee/Tee in den Herbergen, zum Zähneputzen usw.)
Campingbesteck
1 aufblasbaren Polster (einer - wie in den Herbergen üblich - ist mir etwas zu wenig, vor allem, wenn ich abends im Bett noch am Laptop arbeite)
1 leichte Trekkinghose
1 Paar leichte Trekking-Sandalen
1 zusammenfaltbaren Mini-Rucksack (14 L) zum Einkaufen und für Stadtbesichtigungen


Ich bin ein Rucksack und nur ca. 5 cm groß

... aber sehr geräumig und stabil

Keine Kommentare:

Kommentar posten