Sonntag, 16. Oktober 2016

Albergue de peregrinos Siervas de María in Astorga - Erfahrungsbericht

Albergue Siervas de María, Astorga

Auf dem wunderschönen großen Plaza San Francisco, in der Altstradt von Astorga, liegt in einem ehemaligen Kloster die von den Amigos del Camino de Santiago de Astorga geleitete Herberge "Siervas de María".

Blick von den "Jardines" auf das Umland von Astorga

Es handelt sich um ein vor ca. 10 Jahren renoviertes, großes Haus mit ca. 160 Betten, Sanitäranlagen, Küche, Aufenthaltsraum, Waschraum, Kapelle, WLAN und vielem mehr. Die Zimmer sind relativ klein (was natürlich im Gegensatz zu großen Schlafsälen ein Vorteil ist) und mit Stockbetten aus Holz eingerichtet.

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, verbrachte ich die Nacht nach einigem Hin und Her im Priesterzimmer. Das Problem war, dass hier auch große Pilgergruppen (gegen Voranmeldung) aufgenommen werden, was zu Unruhe und Verwirrung führte. Für diese Gruppen ist in der Herberge an und für sich ein großer Schlafsaal (22 Personen) vorgesehen, die betreffende Gruppe lehnte dies allerdings ab und bestand darauf, in den kleineren und gemütlicheren Vier- bis Sechsbettzimmern zu nächtigen.

Ende gut, alles gut: Priesterzimmer für mich allein ...

Abgesehen von diesem Vorfall (die Gruppe wollte "unter sich" bleiben und wagonierte mich während ich in der Stadt essen und einkaufen war, einfach und ohne zu fragen aus dem schönen Vierbettzimmer für Frauen aus in ein Stockbett in einem Schlafsaal für Männer) ist gegen diese Herberge jedoch nichts einzuwenden.

Die Hospitaleros waren um eine einvernehmliche Lösung bemüht, die Zimmer sind ordentlich und sauber, sehr schön die an die Küche und den Waschraum anschließende große Terrasse mit einer tollen Aussicht auf das Umland, wo man auch seine Wäsche zum Trocknen aufhängen kann.


Kapelle in der Albergue Siervas de María in Astorga

Was mit hier jedoch sehr deutlich bewusst wurde, ist das immer stärkere Zunehmen von Reisegruppen (oft mit Begleitbus) auf dem Camino. Um den damit verbundenen Problemen bei der Herbergssuche zu entgehen, entschied ich mich an diesem Tag, sofern machbar, "versetzte" Etappen zu gehen, d.h. mein Nachtquartier in kleineren Ortschaften vor oder nach dem in den Reiseführern vorgegebenen Etappenzielen aufzuschlagen.

Meine Kosten:Bett: 5 €
Einwegbettwäsche: 1 €
Waschmaschine: 3 €
Waschpulver (2 große Tabs, wovon 1,5 Stk. für später übrig blieben): 1 €



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