Samstag, 7. Mai 2016

Albergue La Casa de las Sonrisas, Grañón - Erfahrungsbericht


Das ist die kleine Casa de las Sonrisas, eine der wenigen privaten Pilgerherbergen auf Spendenbasis (Donativo), in der Calle Mayor des romantischen Dörfchens Grañón, und wer nicht allzu verwöhnt ist und Hippie-Flair mag, ist hier bestens aufgehoben.


Der Betreiber, ein jüngerer Mann namens Ernesto Díaz, nahm mich bei meiner Ankunft sehr freundlich auf. Ich hatte großes Glück und kam in diesem hübschen Zweibett-Zimmer unter. 

Dafür, dass es Mitte April sehr kalt war und es im Haus - außer dem großen offenen Kamin im Wohnzimmer - (derzeit noch) keine Heizung gibt, kann er nichts und dass einem als Frau ohne Rückfrage oder Entschuldigung ein Mann ins Zimmer gelegt wird, ist am Camino selbst bei geringer Bettenauslastung und in den "besten Häusern" anscheinend normal ...(So geschehen hier in Grañón mit einem etwa 75-jährigen Spanier, und später im Hostal von Moratinos, da legte man mir kurzerhand einfach einen Dänen mit ins Doppelbett).

Wäsche waschen war kein Problem und wurde sofort erledigt, im Garten hinter dem Haus gibt es Wäscheleinen, bei Regen darf man seine nassen Sachen auch über Nacht im Wohnzimmer aufhängen. Auch kleine Mahlzeiten können hier selbst zubereitet werden.

"Alimentation y Bar Piedad" - Bar, Café und Tante Emma-Laden

Da ich mir auf dem Camino angewöhnt habe, erst nach den ersten 8 - 10 Kilometern zu frühstücken und am Nachmittag, nach der Ankunft in der jeweiligen Herberge, zu Mittag zu essen, kann ich über das hier angebotene abendliche Pilgermenü nichts sagen, allerdings fand ich es eine nette Geste, dass uns zuvor - sozusagen zum Aperitiv - eine große Holzschüssel mit Mandeln hingestellt wurde, die auch sehr lecker schmeckten.

Zu Mittag gegessen habe ich übrigens in dem kleinen Laden "Alimentation Piedád", ebenfalls in der Calle Mayor, ziemlich am Ortseingang und fühlte mich auch dort sehr nett und freundlich aufgenommen.

Wohnzimmer und Speisesaal in einem - "Casa de las Sonrisas"

Auch Ansichtskarten, Wein und Souvenirs kann man hier erwerben

Fazit: Keine "Luxusherberge", aber nett und gemütlich. Während des ganzen Jahres und den ganzen Tag über geöffnet, keine Heizung, Radpilger willkommen.

Mehr zur Geschichte dieser 2012 eröffneten Herberge gibt es hier nachzulesen (allerdings in spanischer Sprache).

P.S.: Die "Casa" ist übrigens auch auf Facebook zu finden, die "Bar Piedad" ebenfalls.

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