Donnerstag, 14. Juli 2016

Petronell-Carnuntum - Wildungsmauer - Regelsbrunn (7,5 km)

Was nun? Auf der B9 kurz nach dem Ortsende von Carnuntum

Dass ich nicht die Einzige war, die Probleme dabei hatte, am Ortsende von Carnuntum wieder auf den Jakobsweg zu finden, war mir nach der Lektüre diverser Blogs über diesen Abschnitt des österreichischen Jakobswegs klar, denn die Beschreibungen sind widersprüchlich und Markierungen - soweit ich sehen konnte - auf diesem Teil der Strecke nicht vorhanden.

Vom Amphitheater kommend befand ich mich auf der B9 und wusste weder ein noch aus.

Ist das der Jakobsweg???

Die Straße war stark befahren (und die Autos fuhren keineswegs langsam), ein Pannenstreifen oder Gehweg nicht vorhanden und so musste ich mir im Straßengraben bzw. am Rande der Felder meinen eigenen "Camino" bahnen. Der starke Gegenwind machte das Ganze nicht angenehmer und ich denke, dass ich auf den 5 km bis Wildungsmauer einen ziemlich großen Teil meiner Sünden abgebüßt habe...

Windräder auf der anderen Straßenseite

Erst kurz vor Wildungsmauer mündete der Trampelpfad entlang der Felder ganz plötzlich und unerwartet in einen betonierten Weg und ich war dementsprechend erleichtert!

Zwar keine Sonne, dafür aber Sonnenblumen, so weit das Auge reicht!

Nun erfuhr ich auch, dass ich mich auf der Römerweinstraße Carnuntum befand und die Pappeln am Straßenrand ein Naturdenkmal darstellten.

Endlich angekommen!


Die kleine Ortschaft Wildungsmauer - eigentlich, ebenso wie Regelsbrunn, nur ein Ortsteil von Scharndorf und vor allem für seine Heurigen bekannt - kann meines Erachtens ruhig als vorbildlich was Straßenmarkierungen und Wegweiser auf dem ostösterreichischen Jakobsweg betrifft, angesehen werden und verdient dementsprechendes Lob!

Endlich wieder ein gelber Pfeil! (Wildungsmauer)

So traf ich gleich am Ortseingang endlich wieder auf den gelben Pfeil, doch nicht nur das, der Weg war durchgehend gelb gekennzeichnet und ich fand problemlos zu der schönen romanischen Filialkirche St. Nikolaus am anderen Ende des Dorfes, vor der sich eine große Tafel mit "Impulsen zum Pilgern" befindet, und von dort aus auf den Weg nach Regelsbrunn.


So macht pilgern Spaß! Vorbildliche Wegmarkierung in Wildungsmauer
Filialkirche St. Nikolaus in Wildungsmauer

"Impulse zum Pilgern" (Wildungsmauer)


So wurde ich zum Fan von Wildungsmauer und seiner engagierten Kirchengemeinde (auch die Website der Kirche spielt "alle Stückerln" und hat sich meiner Meinung nach ein "Like" verdient).

Unterwegs nach Regelsbrunn
Marterl in Wildungsmauer

Das war es dann auch schon fast für heute. Am Ortsende von Wildungsmauer befürchtete ich zwar kurzfristig Schlimmes (siehe Bild oben), denn der gelbe Pfeil zeigte direkt in einen Weingarten, doch nach wenigen Metern zwischen den Weinstockreihen eröffnete sich mir ein gut asphaltierter Weg, der mich in kürzester Zeit an mein heutiges Etappenziel, Regelsbrunn, führte.


Am Kirchberg in Regelsbrunn

Es war schon spät und ich musste meinen Zug zurück nach Wien erreichen, daher schaffte ich es heute nicht, die dem Heiligen Jakobus geweihte Pfarrkirche von Regelsbrunn näher zu betrachten und von innen zu besichtigen. Doch es ist ja noch nicht aller Tage Abend, und bald geht es ja von hier aus weiter über Haslau, Maria Ellend, Fischamend und Schwechat ... zurück nach Wien und von dort aus weiter in die andere Richtung.


Bahnhof Regelsbrunn











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