Mittwoch, 20. Mai 2015

Angst und viele Fragen



Nun ist die amerikanische Pilgerin Denise Thiem bereits seit fast 7 Wochen verschwunden und irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Sache langsam in Vergessenheit gerät, zumindest habe ich keinen aktuellen Zeitungsbericht (weder im spanischen, noch im amerikanischen Internet) gefunden.

Da ich selbst im April allein auf dem Camino Francés unterwegs war, betrifft und bedrückt mich diese Angelegenheit persönlich sehr und ich frage mich was wohl gewesen wäre, wenn es mich getroffen hätte?

Das Schlimmste an der ganzen Sache ist in meinem Augen die Unsicherheit, nicht zu wissen, was Anfang April, exakt am Ostersonntag, in der Gegend von Hospital de Órbigo passiert ist. War es ein Unfall, wurde die Frau entführt (dagegen spricht, dass es anscheinend keine Lösegeldforderungen gibt) oder gar ermordet?

In diversen Pilgerforen werden nun Frauen davor gewarnt, allein in León unterwegs zu sein ... das scheint mir zwar vernünftig, dennoch wird das Pilgern höchstwahrscheinlich für uns Frauen, die aus irgend einem Grund den Camino ohne Begleitung gehen, nun sicher nicht mehr dasselbe sein wie zuvor ...

So hoffe ich für Denise, aber auch in unser aller Interesse, dass sich diese Angelegenheit doch noch aufklärt und sie irgendwann wohlbehalten wieder auftaucht, auch wenn die Chancen dafür mit jedem Tag geringer werden, aber wer sollte an Wunder glauben, wenn nicht wir PilgerInnen?



Facebook-Gruppe: Help us find Denise

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