Sonntag, 7. Mai 2017

Camino Portugues - Tag 8: A Guarda - Oia - Mougás

 
Die Entscheidung, gestern mit der Fähre nach Spanien übersetzen und dort den Küsteweg Richtung Vigo zu laufen hat sich eindeutig bewährt. Die Landschaft ist von einer unglaublichen Schönheit, der Weg ist nicht überlaufen und subjektiv gesehen war der Weg von A Guarda nach Mougás für mich die bisher schönste Etappe auf dem Camino.


Am Morgen ließ ich es heute gemütlicher angehen, frühstückte relativ spät im Hotel, unterhielt mich noch ein Weilchen mit der Wirtin und brach erst gegen 09:00 Uhr von dort auf.



Das Wetter war herrlich, der Himmel wolkenlos und die Strecke führte zunächst auf einem Fußgänger- und Radweg leicht bergauf. Das war mir fast lieber als bergab, zumal es dadurch, dass der Weg am Fuße eines Gebirges verläuft, das auf der rechten Seite hoch über der Küste in die Höhe ragt, angenehm schattig war. 

So sollte es auch auf dem ersten Drittel meiner heutigen Etappe bleiben. Anschließend führte der sehr gut gekennzeichnete Camino zwischendurch immer wieder durch den Wald. Ich genoss - im Vergleich zu den Holzbohlen und dem  Kopfsteinpflaster in Portugal - den weichen, gut befestigten Waldweg und natürlich auch die asphaltierten Abschnitte entlang der PO-552.


Unterwegs begegnete ich immer wieder dem Pärchen, das mir gestern das Hotel Bruxellas empfohlen hatte, trank mit ihnen gemeinsam bei einem sehr "urigen" Imbissstand irgendwo auf der Strecke Kaffee und später in Oia noch ein Bier. Heute war überall viel los, denn es war nicht nur Sonntag, sondern hier auch Muttertag.

Albergue Turistica in Mougás

Ich erreichte mein heutiges Etappenziel, von der Sonne und der Hitze auf dem letzten Abschnitt schon ziemlich ermüdet, kurz nach 14 Uhr und bekam auch in der Albergue Turistica sofort ein Bett, duschte, wusch meine Sachen und hängte sie zum Trocknen auf, bevor ich mir in der angeschlossenen Bar einen großen Salat und später ein Eis bestellte.

Am Ufer von Mougás
Dort verbrachte ich auch unter einem großen Sonnenschirm den Großteil des restlichen Nachmittags, ging zwischendurch hinunter zu den Klippen am Meer und ließ diesen herrlichen Tag gemütlich bei einem guten Abendessen ausklingen.

Erkenntnisse des Tages:
Wie schön, wieder in Spanien zu sein! Ich genieße es, auf sehr gut befestigten und markierten Wegen zu pilgern.
Sprachprobleme gibt es hier für mich ebenfalls keine mehr und ich kann mich endlich wieder mit den Einheimischen ein wenig unterhalten.
Morgen werde ich Baiona erreichen, das von allen sehr gelobt wird und kann daher nicht sagen, ob ich vielleicht dort bleiben werde, um mich in der Stadt ein wenig umzusehen oder nicht.
Meine Strategie, die Etappen nicht exakt im Voraus zu planen, sondern mich auf mein Bauchgefühl zu verlassen, bewährt sich bisher auch auf dem Camino Portugues.

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