Samstag, 13. Mai 2017

Camino Portugues - Tag 14: Padrón - Santiago de Compostela

Aufbruch aus Padrón

Dieser Tag ist leider im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen! Regnete es beim Losgehen in Padrón noch schwach, so wurde der Regen von Kilometer zu Kilometer stärker und aus Regenschauern wurde ein richtiger Landregen.


Sogar den Schafen war es heute zu nass

Die ersten Stunden verlief der Weg einmal bergauf, einmal bergab, zumeist durch Wälder und Wiesen. In der Hoffnung, das Wetter würde sich in der Zwischenzeit bessern, kehrte ich in La Escravitude auf einen Toast mit Tee ein, doch die Hoffnung erwies sich als vergebens.
In Parada de Francos musste ich noch ein Mal pausieren, um meine trotz Regenschutz völlig durchnässten Klamotten zu wechseln. Viele andere Pilger gaben bereits auf und suchten sich hier bereits ein Quartier für die Nacht.

Cemiterio de Adina en Iria Flavia - Padrón
 
Ich wollte mich aber auch noch die letzten paar Kilometer durchkämpfen, und für wenige Augenblicke sah es so aus, als würde der Regen doch nachlassen und die Sonne kurz hervorblinzeln. Das seien nur kurze Momente, sagte mir der Wirt in dem nächsten Lokal, wo ich mich nochmals ein wenig aufwärmte und empfahl mir, von hier ein Taxi zu nehmen.


Da heute Sonntag war, wusste er nicht, wie es mit Bussen aussehen würde. So fuhr ich zusammen mit anderen Pilgern mit einem Taxi bis zum Stadtrand von Santiago und legte die letzte Strecke bis zur Herberge wieder zu Fuß zurück. Es regnete nach wie vor, aber das wollte ich mir nun doch nicht nehmen lassen.

In meinem "alten" Hostel, der Pension Linares, war ich ganz allein, konnte mich heiß duschen, Tee trinken und mich unter der dicken Steppdecke ein wenig ausruhen, während meine Wäsche gewaschen und getrocknet würde.

Später ging ich dann noch ins Pilgerbüro, wo trotz - oder vielleicht gerade wegen - des schlechten Wetters Massen von Pilgern in einer langen Schlange um die Compostela angestellt waren. Nach etwa einer Stunde hatte ich meine 2. Compostela in Händen und feierte den Abschluss meines Caminos mit heißer Schokolade und Churros im Café Iacobus.

Chocolate con churros

 Ein Erinnerungsstück musste schließlich auch noch her, und ich erstand meinen mittlerweile zweiten mit Jakobsmuscheln verzierten Silberring.



Als ich ins Hostel zurückkehrte, war ich dort noch immer der einzige Gast, die Heizung lief, und in der Hoffnung auf besseres Wetter in den nächsten Tagen kuschelte ich mich in mein Bett und schlief rasch ein.

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