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Mittwoch, 24. Mai 2017

Packliste NEU für den Camino Portugues



Als ich mich vor 4 Wochen auf den Weg von Porto nach Santiago machte, packte ich meinen Rucksack so, wie ich es vom Camino Francés gewohnt war. So manches, was ich mit dabei hatte, erwies sich als überflüssig, anderes als für diesen, völlig anders gearteten Weg, ungeeignet, denn die beiden Caminos sind völlig unterschiedlich, sowohl was das Gelände, als auch die Unterkünfte und die klimatischen Gegebenheiten betrifft.

Portugiesischer Küstenweg

Die hohen Wanderstiefel, die Trekkingstöcke und den Schlafsack hätte ich beruhigt zu Hause lassen können. Das Gelände ist größtenteils eben, gut befestigt, ohne merkliche Höhenunterschiede. Normale Sportschuhe oder Trekkingsandalen reichen in der warmen Jahreszeit völlig aus. In allen Herbergen oder Hostels, in denen ich nächtigte gab es frische Bettwäsche, meinen Schlafsack habe ich auf den 250 km nicht einmal ausgepackt.

Frisch überzogenes Bett: Hostel D'Avenida (Vila Praia)

Auch die klimatischen Bedingungen sind an der Atlantikküste anders, als im Spanischen Innenland:
Das Wetter in Portugal war aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit zumeist sehr schwül, an manchen Tagen ging starker Wind und in Galicien regnete es fast jeden Tag. Funktionskleidung erwies sich bei der feuchten Hitze als nicht besonders geeignet. Zum Glück hatte ich ein Baumwollshirt dabei, später kaufte ich mir noch ein weiteres aus Biobaumwolle dazu und fühlte mich darin weitaus angenehmer.
   



Unumgänglich ist ein Regenponcho. Auch die dünne Regenjacke, die ich dabei hatte, erwies sich als Allround-Talent, nicht nur bei leichtem Regen, sondern auch als Windbreaker. Sie nimmt kaum Platz weg und reicht - über einem leichten Viskosepulli - getragen, auch früh morgens oder abends bei frischeren Temperaturen.

Folgende Dinge hätte ich ebenfalls nicht missen mögen:


Sonnenhut und Sonnenbrille
Baumwoll-Leggings (ein Allrounder, sowohl abends zum Weggehen, als auch als Pyjama-Ersatz)
leichte Bluse zum Darüberziehen über ein Top oder Shirt für Abends oder zum Sightseeing
den kleinen City Rucksack zum Zusammenfalten


Meine neue Packliste für den Camino Portugues (ich hoffe, in ein paar Monaten, die Strecke von Lissabon über Fatima nach Porto gehen zu können), sieht demnach so aus:

Packliste - Camino Portugues

Rucksack 34-40 Liter inkl. Regenhülle
Bauchtasche
zusammenfaltbarer Minirucksack für Einkauf und Sightseeing
Beutel in verschiedenen Farben (Packsystem), Sack für Schmutzwäsche

Regenponcho
Regenjacke
Sportjacke
2 -3 x dünne Wandersocken
3 Shirts oder Tops (am besten aus Baumwolle)
1 dünne Bluse (auch als Jäckchen verwendbar)
2 Slips, 2 BHs, 1 Bikini
leichter Langarmpulli
Trekkinghose + eine zweite bequeme Hose
Leggings
Kopfbedeckung (Sonnenschutz) 
Sportschuhe
Crocs oder Flip-Flops

Toilette-Tasche zum Aufhängen (muss aber gar nicht sein, Plastiktüte mit Zipper wäre genauso gut, aber um einiges leichter)
Shampoo, Duschgel, Cremes (Proben)
Zahnpastakonzentrat, Zahnbürste
Handtuch + Badetuch
Magnesium etc.
Pflaster, Blasenpflaster
Sonnencreme
Hirschtalgcreme
Medikamente
Papiertaschentücher
Haarspange, Haargummi
Schere, Feile, Kamm, Bürste, etc.

Smartphone mit Ladekabel

Geldbörse, Bankomat- und Kreditkarte
eCard
Reisepass
Pilgerpass
Reiseführer (ganz dünne Version)
Kleines Notizbuch
Kugelschreiber
Brille + Sonnenbrille 


So gesehen dürfte das Gewicht um die 5 Kilo liegen, was auch völlig ausreicht, um den Camino so richtig genießen zu können.

Montag, 25. April 2016

Villalcázar - Moratinos oder: Vom Winter in den Sommer in nur einem Tag

Manchmal im Leben muss man Entscheidungen treffen und heute war einer dieser Tage!
Wie die anderen vier Pilgerinnen und Pilger hatte ich die letzte Nacht mit allem, was ich an warmer Kleidung besaß am Körper und trotzdem vor Kälte zitternd in der städtischen Herberge von Villalcázar verbracht.

Ein Pilger aus Italien klagte morgens über Fieber, uns anderen ging es auch nicht viel besser. Ich wollte mich davon jedoch nicht aufhalten lassen, trank um 07:30 nur schnell eine Tasse Kaffee und machte mich auf den Weg, um mich durch körperliche Bewegung vielleicht ein wenig aufzuwärmen. 

Adios, Villalcázar!
 
Die Wetter-App auf meinem IPhone zeigte exakt 1 Grad unter dem Gefrierpunkt, ich hätte mir Handschuhe gewünscht, aber das war nur ein Wunschtraum und so blieb mir nichts Anderes übrig, als im Eiltempo in die nächste Stadt, Carrión de los Condes, zu laufen.
 
Morgenfrost auf dem Weg nach Carrión

Als ich gegen 09:00 Uhr dort eintraf, hatte es noch immer -1°. Ich ging in die erste offene Bar und wärmte mich mit einer guten Tasse Café con leche etwas auf.

Café La Parada - die Bushaltestelle liegt aber gegenüber!

Ehrlich gesagt schauderte mir vor den folgenden 17 km quer durch die Tierra de Campos, denn auf dieser Stecke gab es keine einzige Ortschaft und kein Lokal, um sich zwischendurch ein wenig zu stärken oder bei Bedarf auch aufzuwärmen.


In einem anderen Lokal traf ich einige Pilger, die ich schon von früher kannte. Sie alle hatten genug von der Kälte und dem seit Tagen anhaltenden schlechten Wetter und warteten hier auf den Bus nach Leon. 

Nur noch 403 km bis Santiago ...

Ich konsultierte meinen Pilgerführer und dachte nach ... Allzu leicht wollte ich es mir nun doch nicht machen, außerdem hatte ich ja noch einige Tage Zeit, denn mein Hotelzimmer in Leon war erst für den 29. gebucht und was sollte ich in den kommenden 4 Tagen bis dahin machen?

So entschied ich mich für einen Kompromiss: Ich würde mich im Café, das zugleich als Fahrkarten-Vorverkaufsstelle diente, noch etwas aufwärmen und dann gegen Mittag zusammen mit den anderen den Bus nehmen, jedoch schon bei der ersten Haltestelle wieder aussteigen.

Gesagt, getan! Und diese Entscheidung erwies sich eindeutig als die Richtige ...

 
Terradillos de los Templarios - plötzlich Sommer!

Terradillos de los Templarios - das war der großspurige Name dieser Haltestelle - ist ein Dorf, das der Bezeichnung "wo sich die Füchse Gute Nacht sagen" mehr als gerecht wird: Eine Kirche, ein paar verfallene Häuser und eine - geschlossene - Pilgerherberge, ringsum Wiesen und Felder, dazwischen der Camino ...

Menschenleer - Terradillos

Aber es war deutlich wärmer als in Carrión. Der Weg führte leicht bergauf und ich konnte mich Stück für Stück der vielen Kleidungsstücke entledigen, die ich am frühen Morgen nach der Zwiebeltechnik übereinander gezogen hatte.

Und plötzlich: Das Paradies!

Mit T-Shirt und einer leichten Jacke wanderte ich durch die  smaragdgrünen Felder und landete hinter einer Kurve plötzlich in Moratinos: Ein Dorf wie aus dem Bilderbuch, am Dorfeingang ein wunderschönes modernes Hostal mit Tischen und Stühlen im Freien auf einer Terrasse mitten im Grünen. Die Sonne schien, der Himmel war tiefblau, ringsum saftig grüne Wiesen, ein kleines Paradies inmitten der Meseta - und ich beschloss für heute hier zu bleiben und die Idylle, die sich so unerwartet vor mir aufgetan hatte einfach zu genießen. 

Albergue Moratinos

P.S.: Wie es dann noch weiterging und ich schließlich mit zwei wildfremden Männern am Zimmer landete, werde ich euch morgen verraten ;-)

Donnerstag, 21. April 2016

Hornillos - Hontanas

Immer, wenn man denkt, es kann nicht mehr schlimmer kommen, setzt das Schicksal doch noch einen drauf! Nun ja, ganz so schlimm war es nun doch nicht, aber schlimm auf jeden Fall: Der Camino ist nämlich derzeit aufgrund der starken Regenfälle während der letzten Tage praktisch unpassierbar geworden, denn der Boden nimmt einfach kein Wasser mehr auf.


Ich erwachte heute Früh positiv gestimmt, denn Wetter.com hatte für heute zwar Bewölkung, aber keine Regenfälle angezeigt. Nach dem üblichen Frühstück - Kaffee und Brötchen mit Margarine und Marmelade, heute aber sogar vom Chef des Hauses serviert - machte ich mich froh gelaunt auf dem Weg. Es war kurz vor acht und draußen nieselte es leicht, was mich aber zunächst nicht beunruhigte.

Leider wurden aus den paar Regentropfen innerhalb weniger Minuten starke Regenfälle und schon nach einigen Kilometern war ich wieder nass bis auf die Haut. Stellt euch vor, ihr steht eine halbe Stunde unter einer voll aufgedrehten Dusche, da hilft auch die beste Funktionskleidung nicht.


Ich ärgerte mich außerdem, da der Weg nicht - wie in meinem Pilgerführer beschrieben - eben, beziehungsweise bergab, sondern stetig bergauf verlief, aber mir war klar, dass es keine Alternative gab, außer durchzuhalten, denn der nächste Ort - Hontanas - war leider 11,5 km entfernt und in dieser Gegend gibt es auch keine Busverbindungen.

Also Augen zu (nein, lieber doch nicht, denn auf dem rutschigen Gelände auszugleiten hätte mir noch gerade gefehlt!) und durch! Meine Schuhe, die, als ich aufbrach, noch von gestern etwas feucht gegessen waren, waren nun völlig durchnässt, und der Regen rann mir über das Gesicht, in den Hals und unter die Kleidung.

Als sich auf dem Bergkamm schließlich noch starker Wind hinzu gesellte, hatte ich wirklich die Nase voll, doch - genauso wie alle anderen - kämpfte ich mich bis Hontanas durch. Die Vorfreude auf ein warmes Mittagessen und ein kühles Bier tat das Ihrige dazu.


Eine Pilgerin aus Bayern auf den letzten Metern vor Hontanas

So meisterte ich die Strecke wieder in relativ kurzer Zeit, erreichte noch vor halb elf mein heutiges Etappenziel, denn an Weiterpilgern war mit der durchnässten Kleidung nicht zu denken, bekam ein Bett in einer der örtlichen Herbergen, konnte mich meiner nassen Klamotten entledigen und heiß duschen.

Albergue "El Puntido" in Hontanas

Und jetzt ratet einmal, wie es weiterging: Nachdem ich mich gestärkt, Wäsche gewaschen und mit zu Hause telefoniert hatte, kam die Sonne heraus und derzeit - es ist kurz nach 13 Uhr - herrscht strahlend blauer Himmel!

Aussichtspunkt (Mirador) "El Puntido"

Montag, 18. April 2016

Ein Tag in Burgos

Ich habe gut und ausgiebig geschlafen und bin bereit zu neuen Taten. Heute werde ich in Burgos bleiben und mir die Stadt noch etwas genauer ansehen.

Was mir ziemliche Sorgen macht, ist die Wettervorhersage für die nächsten Tage: Es soll noch kälter werden und sogar leichte Schneefälle sind zu erwarten.

Da heute bereits der 18. April ist und im letzten Jahr, als ich um die gleiche Zeit auf dem Camino unterwegs war, ziemlich angenehmes Wetter herrschte, bin ich darauf kaum vorbereitet. Außer Leggings und einem Unterhemd habe ich nichts Warmes zum Darunterziehen und meine Funktionsjacke ist trotz der ein- und auszippbaren Steppweste auch nicht für winterliche Temperaturen geeignet.

Erstmal gut frühstücken: "Pannus" in Burgos


Zu allererst geht es wieder zu Pannus, der Bäckerei auf der Esplanade auf einen Café con leche und ein Croissant. Ich habe leichte Halsschmerzen und Angst davor, dass ich mich gestern beim langen Warten auf den Bus verkühlt habe und meinen Weg morgen nicht fortsetzen kann.

Mit diesen Temperaturen hatte ich wirklich nicht gerechnet ...

Auch um 9 Uhr ist es noch sehr kalt, es hat exakt 4 Grad! Also lautet das Gebot der Stunde einkaufen gehen. Der Mercado del Sur, ein großer Markt im Erdgeschoss, ein sehr preisgünstiger Supermarkt im 1. Stock eines großen Gebäudes gleich beim Busbahnhof, hat bereits geöffnet. Ich kaufe Obst, Nüsse, Brot, Käse, Chorizo, Wein und Süßes für zu Mittag und nach dem Essen geht es mir wieder richtig gut. 

Nun besorge ich mir noch ein zweites Paar Leggings, denn die trage ich praktisch bei Tag (als Unterziehhose) und Nacht (als Pyjamahose) und ich brauche daher etwas zum Wechseln, sowie eine blaue Wollmütze.

Unterwegs zur Festung (Castillo)

Plaza Mayor

Zwischendurch absolviere ich das übliche Besichtigungsprogramm: Kirchen, Kastell, Altstadt ..., trinke noch einen Espresso auf der Esplanade und genieße die warmen Sonnenstrahlen, denn gegen Mittag ist das Wetter schön und sonnig geworden und die Temperaturen erreichen angenehme 17 Grad. 

Hier begegne ich vielen anderen Österreichern, größtenteils Seniorinnen und Senioren, und stelle wieder einmal fest, dass das Durchschnittsalter der Jakobspilger ziemlich hoch ist, was positive Rückschlüsse auf die Fitness und das Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung zulässt!

Menschen "im besten Alter" sehen heutzutage - zumeist - anders aus ...

Mein Ärger über Jazz-Gitti, die österreichische Entertainerin, die bei der Fernsehshow "Dancing Stars" immer wieder ihr Alter (sie ist etwa 70) ins Treffen führt, um ihre mangelnde Kondition und ihre schlechten Leistungen zu rechtfertigen, kommt wieder hoch. Aber als gute Christin soll man ja nicht negativ über andere denken oder sprechen, so betrete ich die nächste Kirche, bitte Gott um Vergebung und habe einen Stempel mehr in meinem Pilgerpass, der nun bereits beinahe voll ist.
Im Pilgerbüro kann man mir nicht weiterhelfen, sie verweisen mich auf die kirchlichen Herbergen, in welchen man angeblich neue Pässe erwerben kann.

Und trotz des sehr schwachen WLANs im Hostel und nach Dutzenden von vergeblichen Versuchen, gelingt es mir auch wieder einmal, mit zu Hause zu skypen. Das tut gut und langsam erwacht auch wieder mein Unternehmungsgeist und ich freue mich auf morgen und auf die nächste Etappe!

Mittwoch, 17. Februar 2016

Wetterkapriolen

Auch das ist immer wieder ein Thema in Foren, die sich mit dem Jakobsweg befassen: Wie wird das Wetter im Frühling/Sommer/Herbst/Winter auf dem Camino sein? Muss ich mit Schnee rechnen? Und welche Kleidung soll ich in meinem Rucksack mitnehmen?

Ich war bisher 2 x auf dem Camino Francés unterwegs: Einmal im Frühjahr (April) und einmal im Herbst (September). Und das sind meine Erfahrungen:

Der letzte Schnee in Roncesvalles

Als ich Mitte April vergangenen Jahres in Roncesvalles ankam, lag im Hof der Pilgerherberge noch etwas Schnee, in Saint-Jean hingegen war es sonnig und fast frühsommerlich gewesen, der Weg über die Pyräneen war frei. Eine Woche zuvor hatten PilgerInnen auf Facebook allerdings noch Fotos von Schneewächten gepostet und zu warmer Kleidung geraten.

An den folgenden Tagen regnete es häufig: Mindestens 1 x pro Tag, dazwischen Sonnenschein. Die Nächte waren kühl, geheizt wurde in den Herbergen nicht.

Regenwetter in Pamplona

Mitte September hingegen war das Wetter überwiegend sommerlich, trotz vereinzelter Gewitter, die sich aber immer sehr rasch verzogen. In der Ebene brannte die Sonne richtiggehend vom Himmel herab, auf den Anhöhen war es, vor allem früh morgens kühler und angenehmer.

Ich habe daraus für meine 3. Camino-Etappe ab Mitte April folgende Erkenntnisse gewonne:

Zwiebeltechnik ist angesagt, d.h. T-Shirt, darüber Fleece-Pulli oder Jacke und zusätzlich eine Wind- oder Regenjacke. Ich werde also 3 Shirts, davon eines mit langen Ärmeln, meine Kaputzenjacke, eine weitere Fleece-Jacke und für darüber meine Funktionsjacke einpacken. Dazu meine Regenhose und eine weitere leichte Trekkinghose für die "Freizeit".

Das kuschelige, langärmelige Shirt und meine Baumwoll-Leggings haben sich als Pyjama-Ersatz in den Herbergen sowohl im Frühjahr als auch im Herbst bewährt, sind aber, wenn es wirklich kalt ist, auch ein ideales "Darunter".

Kalt und regnerisch, April 2015 in Espinal

Die Trekking-Sandalen, die ich im vergangenen Jahr zusätzlich zu meinen Wanderschuhen dabei hatte, bleiben heuer definitiv zu Hause. Wie gesagt, regnete es oft und daher nehme ich heuer für Sightseeing und Einkaufen ein paar leichte, geschlossene Sportschuhe mit.

Als Kopfbedeckung bevorzuge ich, so wie auch bei meinen Wanderungen hier daheim, eine Schirmkappe aus wasserabweisendem Material, die mich schon seit vielen Jahren treu begleitet. Dazu kommt noch ein Buff (eine Art Loop aus stretchigem Material, den man in 1 € Shops bekommt), verwendbar als Halstuch, aber vor allem auch als Haarband bei windigem Wetter.

Regenkappe, Leggings und Fleecepulli - im Frühjahr ein "Must"

Ja, und das war es eigentlich auch schon.

Weniger als 3 Garnituren bei Unterwäsche, Socken und Shirts würde ich nicht mitnehmen, denn bei hoher Luftfeuchtigkeit trocknet Wäsche schlecht und der Wäschetrockner ist teuer. Vieles - wenn nicht sogar das meiste - war am Morgen nach dem Waschtag noch feucht und ich musste es zum Trocknen mit Sicherheitsnadeln an meinem Rucksack befestigen.

Viele schwören auf Regenpellerinen/-ponchos. Ich besitze noch keine/n, denn bei meinem Rucksack ist eine Regenhülle dabei und ich habe Funktionsoberkleidung. Aber sehen wir einmal, wie das Wetter wird, man bekommt sie um ein paar Euro vor Ort.

Worauf ich allerdings nie verzichten würde, sind meine Teleskop-Wanderstöcke. Das Gelände ist insbesondere nach Regenfällen oft sehr rutschig, was bei Abstiegen auf unbefestigten Wegen nicht ungefährlich ist, und derer gibt es viele...

Jenen, die in den Sommermonaten lospilgern rate ich unbedingt zu einer Kopfbedeckung (Schirmkappe, Sonnenhut ...); oft ist man kilometerweit unterwegs und weit und breit kein Baum, sprich Schatten zu sehen. Um einem Sonnenbrand auf Schultern, Oberarmen und Decolletee vorzubeugen, hat sich auch eine leichte Baumwollbluse bewährt.

Meilenweit kein bisschen Schatten

Und im Winter Wollmütze und Handschuhe nicht vergessen. Auch in Spanien kann es (wie derzeit gerade) schneien und ziemlich kalt werden. Ich hatte jedenfalls den Eindruck, dass sich das Wetter generell nicht allzu sehr von dem hier bei uns unterscheidet.

In diesem Sinne: Buen camino y Hasta la vista (vielleicht ja im April)!