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Donnerstag, 5. Mai 2016

Albergue Victoria, Cirueña - Erfahrungsbericht

 
Albergue Victoria, Cirueña

Die private Albergue Victoria in Cirueña musste ich erst einmal finden, was - da sie am südlichen Ortsende und somit nicht direkt am Camino, liegt - eine kleine Herausforderung darstellte. In der "Geisterstadt" Cirueña trifft man kaum auf Menschen, die man nach dem Weg fragen kann, und die Beschilderung lässt auch (noch) zu wünschen übrig.


Ich hatte, als ich sie endlich gefunden hatte, wirklich Glück, das allerletzte Bett zu bekommen. Die Pilger, die nach mir eintrafen, wurden alle abgewiesen. Daher mein Tipp: Vorreservieren! (Da es eine private Herberge ist, ist das möglich). 

Es handelt sich um ein modernes Haus (Baujahr 2014), die Betreiber sind äußerst freundlich und jederzeit bereit, auch zwischendurch eine kleine Mahlzeit zuzubereiten. Es gibt aber auch einen kleinen Laden.

Auch für das leibliche Wohl wird hier bestens gesorgt ...

Preis pro Bett: 10 €, es gibt aber auch Privatzimmer.

Vor dem Haus befindet sich eine Terrasse mit Tischen und Bänken und einer schönen Aussicht. Auch Radpilger sind willkommen. 

Heizung, Warmwasser, WLAN sind hier selbstverständlich vorhanden. Schönes, gemütliches Ambiente, alles sehr sauber und gepflegt.

Mein Fazit: Sehr nette Atmosphäre, absolut empfehlenswert.

Radpilger willkommen






Donnerstag, 14. April 2016

Cirueña - Grañon

Letztendlich war die gestrige Nacht - nachdem sich auch die Südländer unten im Aufenthaltsraum beruhigt hatten - gar nicht so schlecht und ich habe mit ein oder zwei Unterbrechungen bis 7 Uhr Früh geschlafen.


Nach dem Frühstück mit Kaffee und Marmeladentoast ging es gegen 8 weiter nach Santo Domingo. 
 
Kloster von San Francisco in Santo Domingo de la Calzada

Ich hatte ursprünglich vorgehabt, mir die Stadt anzusehen und eventuell sogar hier zu nächtigen, aber um 9:30 Uhr war alles noch geschlossen, die Sehenswürdigkeiten begeisterten mich auch nicht und so hielt mich hier nichts und ich wanderte fröhlich weiter.
 
Im Stadtzentrum von Santo Domingo

Diese Entscheidung war offensichtlich die richtige gewesen, die Landschaft war schön, obwohl der Camino parallel zu einer Autobahn verlief, und die Sonne schien.


"On the road"


Kurze Rast am Brunnen beim Ortseingang von Grañon

Gegen 11 erreichte ich das Städtchen Grañon und da es Zeit war, Wäsche zu waschen, suchte ich mir eine Unterkunft. Die Casa de las sonrisas, direkt an der Hauptstraße, war bereits geöffnet und ich bekam ein Bett in einem rustikalen Doppelzimmer. Auch die Wäsche wurde mir von den Hospitaleros gewaschen und zum Trocknen in die Sonne gehängt, sodass ich mich in Ruhe zum Mittagessen in die kleine Bar am Hauptplatz begeben konnte.

Kaffeehaus - Restaurant und Lebensmittelgeschäft in einem

Der einzige Wermutstropfen: In der Herberge, die auf Spendenbasis arbeitet, war es ziemlich kalt, jedenfalls viel kälter als draußen in der Sonne und auch das Wasser, das aus der Dusche kam, war sehr "erfrischend" ...

Albergue La Casa de las Sonrisas in Grañon

So ging ich bald wieder nach draußen und legte mich auf einer Bank am Hauptplatz zum Aufwärmen ein wenig in die Sonne.

Das war mein dritter Tag,  zwar nur 12 km, aber alles in allem nicht schlecht.
 

Mittwoch, 13. April 2016

Logroño - Nájera - Cirueña

Nach einer ziemlich kurzen Nacht (gestern gegen 22:00 trafen noch Pilger in der Albergue ein, die - nachdem sie den Wecker auf 5:00 Uhr Früh gestellt hatten - eine Stunde zum Packen benötigten, weshalb an weiter schlafen nicht mehr zu denken war) machte ich mich gegen 7:00 Uhr auf zum Busbahnhof von Logroño. 

Logroño: Estación de Autobuses

Das war etwas zu früh, denn der Bus nach Nájera ging erst um 08:30. Kurz nach 09:00 war ich aber dann endlich an meinem diesmaligen Ausgangspunkt.






In Nájera war es bedeutend kühler als in der Hauptstadt von La Rioja, doch beim Anstieg auf den Alto di Nájera wurde mir recht rasch warm und von dort aus ging es bei strahlendem Sonnenschein bis Azofra. Hier war es Zeit für ein spätes Frühstück, bevor ich mich auf den Weg nach Santo Domingo machte.

Unterwegs nach Cirueña

10 km bergauf - bei eisigem Gegenwind - sollten mich erwarten und ich war ehrlich froh, als ich gegen 14 Uhr die praktische menschenleere Ortschaft Cirueña erreichte. 

Noch erfreuter und vor allem erleichterter war ich, als ich nach langem Suchen in der hiesigen Albergue Victoria noch das allerletzte Bett bekam, denn die 6 km bis Santo Domingo wären für mich bei diesem Wetter und zudem unausgeschlafen wie ich war,  ein echter Horror gewesen. Daher akzeptierte ich sogar das schlimmste Stockbett (oben und direkt unter der Dachschräge) mit großer Freude ...

Albergue Victoria in Cirueña: Das letzte Bett war noch frei

Entschädigt wurde ich durch eine ausgiebige Jause und eine sehr nette Wirtin, mit der ich ein wenig Spanisch reden und meine neu erworbenen Kenntnisse anwenden konnte. Und gegen 17 Uhr kam sogar wieder die Sonne heraus ...