Posts mit dem Label Viana do Castelo werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Viana do Castelo werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 10. Juni 2017

Pousada de Juventude Viana do Castelo - Erfahrungsbericht


Gleich neben der Eiffel-Brücke, am Rande des Stadtparks (Parque de Viana do Castelo) und direkt am Fluss Lima liegt die Jugendherberge/Pousada de Juventude von Viana do Castelo.


Vom Doppelzimmer mit Bad über Vierbettzimmer bis zu einem Appartement mit eigener Küche ist hier alles vorhanden, einige Zimmer sind barrierefrei. Das Frühstück sowie frisches Bettzeug war im Preis von 10 € inbegriffen, das Vierbettzimmer mit Balkon im 1. Stock hatte ich aufgrund mangelnder Auslastung für mich allein.

Mein Zimmer in der Pousada de Juventude

Ebenso geräumig wie das Haus und die Zimmer sind auch die Sanitäranlagen, im Innenhof befindet sich ein schöner Garten mit Liegestühlen. Das Haus verfügt außerdem über eine Gemeinschaftsküche, einen Speisesaal, Aufenthaltsräume mit TV, einen großen Parkplatz und Fahrradabstellplätze.


Parkplatz Pousada de Juventude, Viana do Castelo

Das Zentrum von Viana ist nur einige Minuten zu Fuß entfernt, auch zum Bahnhof, wo sich ein Einkaufszentrum befindet, ist es nicht weit. Restaurants, Bars und Lebensmittelgeschäfte sind gleich in der Nähe.


Eiffel-Brücke (Ponte Eiffel) in Viana do Castelo

Zusammenfassung:

Ein modernes, zweckmäßig eingerichtetes Haus in sehr guter Lage und mit freundlichem, englischsprechendem Personal. Top Preis-Leistungs-Verhältnis!

Praça da República



Freitag, 5. Mai 2017

Camino Portugues - Tag 6: Viana - Vila Praia de Áncora


Der Regen kam schon heute Nacht und zwar heftig! Morgens stand die ganze Terrasse unter Wasser und es hatte ziemlich abgekühlt. Die Luft war klar und rein und so machte ich mich nach dem Frühstück in der Jugendherberge gegen 8 auf den Weg.

Igreja Nossa Sra. da Agonia

Beschriftungen, Pfeile oder Muscheln sah ich keine, wüsste aber, in welche Richtung ich zu gehen hatte. Für diejenigen, die es interessiert: Von der Pousada de Juventude geht man zunächst zur Praca de República und von dort weiter zum Bahnhof. Anschließend einfach der Avenida do Atlántico folgen, vorbei an der wunderschönen Igreja Nossa Sra. da Agonia und immer weiter geradeaus, vorbei an der Praia do Norte usw. 

Alternativ kann man auch den gut befestigen Weg entlang der N13 nehmen.

Da es nicht so heiß war, kam ich gut voran und kehrte nach etwa 2 Stunden in Carreco auf einen Kaffee ein. Für 90 ct. gab es einen großen Café con leche mit Keksen und frisch gestärkt verließ ich das mit lauter Schals von portugiesischen Fußballvereinen dekorierte Lokal. Kaum war ich um die Ecke gebogen, begann es zu tröpfeln und ich konnte gar nicht so schnell schauen, als ein Wolkenbruch herunter zu prasseln begann.


Schnell holte ich meine Regenjacke und den Regenschutz für den Rucksack heraus und kämpfte mich dann - in der Hoffnung dass es bloß ein Gewitter sei - weiter. Kurz danach war ich trotzdem nass bis auf die Haut, die nächste Möglichkeit zum Unterstellen war aber erst ein Café kurz vor Afife.
Der Wirt sagte mir, dass gegen 11 ein Bus hier vorbeikommen würde, die nächste Haltestelle sei ca. 15 Minuten entfernt, am Fuße eines Hügels.

Ich raffte mich sogleich wieder auf und machte mich hoffnungsvoll auf die Suche nach der mysteriösen Bushaltestelle, die ich schließlich auch fand. Wer allerdings nicht kam, war der Bus. Er war auch um 11:20 nicht da, und da der Regen langsam nachließ, ging ich weiter.

In Afife angekommen

In Afife schien dann wieder die Sonne und ich ging von der Straße zurück auf den Küstenweg, machte irgendwann am Strand noch eine kurze Pause und marschierte dann zuerst auf einem schmalen Waldweg und anschließend auf den üblichen Holzstegen auf dem
Küstenweg durch die beeindruckende Dünenlandschaft.

Iglesia parroquial de Vila Praia de Ancora
 
Bald erblickte ich auf der linken Seite unten am Meer das Städtchen Vila Praia de Áncora. Zum Schluss ging es dann noch über eine Holzbrücke über einen Meeresarm und ich war da.


Das Hostel D'Avenida, in dem ich als es so stark regnete, schnell ein Bett reserviert hatte, war leicht zu finden, aber geschlossen. Eine Asiatin, die offensichtlich in dem Laden nebenan arbeitete und der Wirt des gegenüber liegenden Fischlokals halfen mir jedoch aus der Verlegenheit und orteten per Telefon eine Dame vom Café do Mar ein paar Meter weiter, die über einen Schlüssel verfügte und mir aufsperrte.

Nach einer heißen Dusche sah die Welt gleich anders aus und schließlich tauchte auch noch die Besitzerin auf und nahm sich meiner Wäsche an.

Blumenschmuck in den Straßen von Vila Praia
Ein kleiner Stadtrundgang musste natürlich auch noch sein und in einer Bäckerei gleich neben der blumengeschmückten Igreja Matriz bekam ich endlich etwas zu essen: Mit Faschiertes gefüllte Teigtaschen, dazu ein Bier und abschließend eine der köstlichen portugiesischen Mehlspeisen zum Kaffee.

Zum Schluss ging es noch in einen kleinen Supermarkt im Untergeschoß eines kleinen Fischlokals und das war es dann. Es war mittlerweile nämlich schon wieder Recht kalt und der Wind vom Meer blies ziemlich heftig. 

Bleibt zu hoffen, dass das Wetter morgen besser wird. Und ja: Ich bin bereits ganz nahe an der spanischen Grenze!

Heutige Erfahrungen:
Die Portugiesen sind - auch wenn ich sie noch immer nicht verstehe - sehr freundlich und hilfsbereit. Umso mehr freut es mich, dass ich mittlerweile in ihrer Sprache grüßen ("Bom dia!") und mich bei ihnen bedanken kann ("Obrigado!")

Donnerstag, 4. Mai 2017

Camino Portugues - Tag 5: Esposende - Viana do Castelo

Frühstück im Hostel 11, Esposende


Viana do Castelo ist eine große Hafenstadt an der Mündung des Rio Lima in den Atlantik. Die sehr gepflegte Altstadt mit ihren vielen Kirchen und Palästen, Terrassencafés und kleinen Läden ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Ich brach heute Morgen schon um 7:00 auf. Die Leute vom Hostel 11 in Esposende hatten mir das Frühstück extra schon früher als den anderen hingestellt, denn es sollte wieder ein langer Tag werden und ich wollte die morgendliche Kühle nützen. Leider hatte ich mich getäuscht: Die Luftfeuchtigkeit war bereits früh morgens extrem hoch und schon nach wenigen Kilometern war ich völlig durchgeschwitzt.

Die Strecke führte zunächst entlang der Esplanade und am Naturpark Litoral Norte vorbei, bog aber bald ins Hinterland ab und es ging auf einer stark befahrenen Landstraße durch die Dörfer Marinhas, Belinho und S. Bartolomeo do Mar mit seiner schönen Kirche.
Naturpark Litoral Norte

Langsam wurde es sehr heiß, die Strecke zog sich an Industriebetrieben, Wohnhäusern und Gärten dahin, ein echter Gehsteig war auf der gesamten Strecke nicht vorhanden, und erst auf dem letzten Drittel der Etappe bog der Weg endlich links in ein Waldstück ab.

Bei 26 Grad im Schatten und sehr geschlaucht zog ich am frühen Nachmittag über die Eiffel-Brücke, eine kolossale Stahlkonstruktion aus dem Hause Gustav Eiffel, in Viana (sprich: Vienna) ein. Hier aß ich zunächst eine Kleinigkeit, trank einen Kaffee und machte mich anschließend auf die Suche nach der Jugendherberge.

Jugendherberge (Pousada de Juventude) in Viana

Diese befindet sich am Stadtrand, direkt an der Uferpromenade gleich bei der Eiffel-Brücke, inmitten einer schönen Grünanlage. Ich hatte Glück und bekam ein Zimmer mit Terrasse und Blick auf den Fluss.
Am Nachmittag machte ich noch einen kleinen Stadtbummel, es war jetzt etwas kühler und für morgen wurde Regen vorausgesagt. Daher ist auch meine Etappenplanung für den morgigen Tag noch offen ...
 

In der Altstadt von Viana do Castelo


Erkenntnisse des Tages:
Hier herrscht offensichtlich die Sitte, den Zimmerpreis inklusive Frühstück zu kalkulieren. Dieses wird jedoch so spät angesetzt (im Durchschnitt zwischen. 8 und 10), dass es für Pilger kaum in Frage kommt. Außerdem halte ich die Preise in dieser Form (12 - 15 € für ein Bett + ein kontinentales Frühstück) angesichts der landesüblichen Preise für Kaffee und Mehlspeisen für übertrieben.
Die Strecke verlief bis jetzt durchwegs eben und entspricht im Vergleich zum spanischen Jakobsweg eher einem gemütlichen Spaziergang, nur das Kopfsteinpflaster und die schwüle Hitze stellen eine gewisse Herausforderung dar.
Die Kennzeichnung auf der heutigen Etappe könnte besser sein, auch in der Stadt sind mir heute Nachmittag keine gelben Pfeile oder Muscheln aufgefallen, sodass ich mich morgen wahrscheinlich wieder auf meinen eigenen Ortssinn verlassen muss, um den Küsteweg nach Norden zu finden...