Posts mit dem Label Mañeru werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mañeru werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Albergue de Peregrinos Maralotx, Cirauqui - Erfahrungsbericht

Kirche San Román, Cirauqui

Cirauqui (Zirauki) ist ein wunderschönes, historisches Dörfchen in Navarra, auf der Etappe zwischen Puente de la Reina und Estella - etwa 3 km nach Mañeru - und auf jeden Fall einen Abstecher wert. Das Volksfest, das gerade stattfand, als ich hier eintraf, machte es für mich zu einem ganz besonderen Erlebnis.
  

Nach einem ziemlich steilen Anstieg durch die engen Gassen des historischen Ortskerns hinauf ins Stadtzentrum erreicht man die "urige" Albergue Maralotx, direkt gegenüber der romanischen Kirche "Iglesia di San Román" und wird sehr freundlich aufgenommen.

Albergue Maralotx, Cirauqui
Schlafsaal, Albergue Maralotx

Die Betten bestehen aus einer soliden Holzkonstruktion, Steckdosen und Ablagemöglichkeiten sind in ausreichender Anzahl vorhanden. Auf der Terrasse kann man seine Wäsche von Hand waschen und zum Trocknen aufhängen, Pilgermenü wird ebenfalls angeboten (habe mich allerdings selbst verpflegt).


Pluspunkte:

Ser gute Lage im historischen Ortszentrum
Supermarkt (Tienda) nur ca. 50 m entfernt (allerdings ist zu berücksichtigen, dass dieser, wie in der Gegend allgemein üblich zwischen 14 und 18 Uhr geschlossen ist)
Nette, freundliche Pilgeratmosphäre, Preis pro Bett: 10 €, Pilgermenü ebenfalls 10 €


Hippie-Atmosphäre in der Albergue Maralotx


Weniger gut:
Negatives kann ich über diese Albergue eigentlich überhaupt nichts sagen. Ich war mit der Unterbringung rundum zufrieden und habe mich gut aufgehoben gefühlt.

Wäschetrockner auf der Terrasse

Selbstversorger könnten vielleicht die mangelnde Kochgelegenheit bemängeln, auch Wäschewaschen kann man hier nur von Hand, es gibt keine Waschmaschine oder Trockner.

Mein einziges Problem, wenn man das als solches bezeichnen kann, war, frühmorgens die Fortsetzung des Weges wieder zu finden. Habe mich mangels einer deutlichen Beschilderung mehrmals verlaufen und das große Tor am Hauptplatz war noch vom Fest am Vorabend mit Fahnen dekoriert, sodass man die Pfeile nicht sehen konnte. Aber auch das ließ sich mit Hilfe einiger freundlicher Einheimischer schließlich lösen ...

Römische Brücke am Stadtausgang von Cirauqui




Samstag, 19. September 2015

Tag 2: Puente de la Reina - Mañeru - Cirauqui


Ich traf gegen 10:30 mit dem Bus aus Pamplona in Puente de la Reina ein, wo ich im April aufgehört hatte. Von hier aus würde es nun 10 Tage lang weitergehen.
Als erstes besuchte ich die Kathedrale, schickte ein Gebet um Gottes Segen für meine 2. Camino-Etappe an den Himmel und bekam einen Stempel in meinen Pilgerpass ...


Iglesia de Santiago, Puente de la Reina

Anschließend ging es über die romanische Brücke nach Mañeru und von dort nach Cirauqui, wo ich mitten in ein baskisches Volksfest hineingelangte und der Tag fröhlich zu Ende ging ... Dennoch muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich diesmal aufgrund des Verschwindens und - wie sich ja erst vor wenigen Tagen herausstellte - die Ermordung der amerikanischen Pilgerin Denise Thiem weitaus weniger unbelastet unterwegs bin. Aus Gesprächen mit anderen Pilgerinnen weiß ich, dass es nicht nur mir so geht, und besonders einsame Fincas mit vergitterten Fenstern und verschlossenen Türen machen mir jetzt Angst ...

Romanische Brücke über den Arga Fluss

Anstieg nach Cirauquí

Iglesia de San Román, Cirauqui


Ich verbrachte die Nacht in der Albergue Maralotx, gleich gegenüber der Kirche, schlief trotz Musik, Böllerkrachen und vielen anderen PilgerInnen in meinem Schlafsaal tief und fest und erwachte erst, als sich bereits die letzten von ihnen auf den Weg machten ...

Albergue Maralotz in Cirauquí