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Montag, 22. Mai 2017

Porto: Essen - Trinken - Schlafen






In Porto habe ich insgesamt 5 Tage verbracht und konnte auf diese Art die Stadt recht gut kennenlernen.

Hier einige Tipps für euch:

Hostels:

AirPorto Hostel: gleich gegenüber dem Flughafen. Ideal, wenn du spät abends ankommst oder vom Airport gleich auf dem Küstenweg loslaufen willst. Metrostation (Botica) bequem zu Fuß erreichbar.

Von hier aus gelangst du entweder auf den Camino Central Portugues (den gelben Pfeilen folgen in Richtung Landesinneres) oder auf den Camino do Costa (2 Möglichkeiten: 1. südlich am Flughafen vorbei über Leca de Palmeira/Matosinhos zum Meer oder 2. Av. Mario Brito überqueren, bei Restaurant O Banquinho den Pfeilen folgen und immer entlang der Landepiste über Vila Nova de Telha bis zur Unterführung (ca. 4 km), anschließend über Labruge zum Strand und dann der Uferpromenade in Richtung Norden folgen.

Yes! Porto Hostel: 10 min. zu Fuß von der Metrostation San Bento, neben der Igreja dos Clérigos. Von hier aus gelangt man auch direkt zum Zentralweg. Die Kathedrale Sé ist ebenfalls zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar. Zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, Bars und Restaurants in der nächsten Umgebung.

Bluesocks Hostel: Modernes Top Hostel direkt am Río Douro, im Stadtviertel Ribeira. Zwei Minuten zur Uferpromenade, fünf Minuten zur Ponte Luís I. Ideal für diverse Unternehmungen entlang der Küste, mit der Tramway, zu Fuß oder mit dem Rad (Preise ca. 10-12 € pro Tag). Restaurants, Geschäfte, Bars gleich in der Nähe. Auch für längere Aufenthalte geeignet (Kojenbetten, Frühstück im Preis inbegriffen).

Wer will kann auch von hier direkt lospilgern, einfach am Fluss entlang Richtung Norden bis Foz do Douro an der Atlantikküste und weiter über Matosinhos nach Vila do Conde (gehört noch zum Stadtgebiet von Porto und ist daher auch mit dem Bus erreichbar).

Traditionscafé Majestic

Essen und Trinken:


Gemütliches Fischlokal am rechten Ufer des Rio Douro

Entlang der Uferpromenade und in den Seitengassen gibt es auf beiden Seiten des Douro zahlreiche Restaurants. Preise etwas höher als in der Altstadt, manchmal kommt auch noch ein geringer Zuschlag für das Service auf der Terrasse dazu. Preise für ein Fischgericht ca. 15 - 20 €.

Im Stadtzentrum, z.B. im Viertel Bolhau, bekommt man zu Mittag um 5 € ein Menü mit Suppe, Hauptspeise, 2 Beilagen, Getränk und Espresso.

Eher Touristenabzocke: Die Terrassencafés in der Rua das Flores, bei der Metrostation S. Bento

DAS Traditionscafé: Café Majestic in der



Obst und Gemüe in großer Auswahl

Selbstversorger können in den vielen kleinen Obst-, Gemüse- und Lebensmittelgeschäften, Bäckereien und Konditoreien noch günstiger einkaufen, z.B. Fischkroketten, Empanadas um ca. 1 €.


Typisch für Porto:

Natas (Pastel de Nata oder Pastel de Belém): Mit Pudding gefülltes Blätterteigtörtchen. z.B. als Beilage zum Espresso. Preis ca. 1 €/ Stk.

Sandeman - Must see am linken Douro-Ufer


Portwein (Vinho do Porto), weiß oder rot. Die Firma Sandeman hat ihren Sitz in Porto. Am linken Douro-Ufer findet man eine Kellerei neben den anderen, Weinverkostungen (auch mit Fado-Musik) möglich. Preis pro Glas: 3- 4 €

Francesinha: Sandwich aus Toastbrot, Kochschinken, Linguiça, Beefsteak oder gebratenem Rindfleisch mit geschmolzenem Käse sowie einer heißen, dickflüssigen Sauce aus Tomaten, Bier und Senf übergossen, die teilweise noch mit Wein oder Weinbrand verfeinert wird. Preis ca. 8 -10 €

und natürlich Fisch und Meeresfrüchte aller Art ...

Frische Sardinen am Mercado do Bolhau
 
Bom Apetite!

Freitag, 15. Juli 2016

Österreichischer Jakobsweg - Gedanken nach den ersten Kilometern

Zwischen Bad Deutsch-Altenburg und Petronell
 
Ich war nun bereits ein Stückchen auf dem Österreichischen Jakobsweg zwischen Wolfsthal und Wien unterwegs und möchte meine Gedanken dazu hier kurz niederschreiben:

Der Weg ist sowohl landschaftlich, als auch architektonisch wunderschön, es lohnt sich also wirklich, ihn zu gehen. Ich halte ihn für eine tolle Alternative zum Spanischen Jakobsweg (auf dem ich ebenfalls bereits 400 km hinter mich gebacht habe).

Landschaftlich wunderschön: Donauauen bei Hainburg

Was ihn für mich besonders macht, ist die Tatsache, dass hier - trotz Ferienzeit - kaum Menschen unterwegs sind. Ich empfinde das Pilgern durch die Felder und Auen als weitaus meditativer, als auf dem zu jeder Jahreszeit recht überfüllten Camino Francés. Vogelzwitschern, das Geräusch des Windes in den Baumkronen, das gleichmäßige Rauschen der Donau anstatt lautem Reden und Gelächter ... nie zuvor habe ich mich mit der Natur mehr eins gefühlt.

Wohin jetzt? Fehlende Markierung am Ortsende von Carnuntum

Was erst wie ein Nachteil aussieht, kann also auch ein Vorteil sein. Ich meine damit die etwas schlechtere Infrastruktur, die teilweise schlechte, verwirrende oder nicht vorhanderne Markierung der Wege, wo es mit Sicherheit noch Verbesserungsbedarf gibt.

Der Weg von Wolfsthal nach Wien verläuft auf der gesamten Strecke fast völlig eben, ist also ideal für Einsteiger, Menschen mit nicht so guter Kondition, Pilgern mit Kindern oder Hunden, einmal traf ich auch einen Mann in einem speziellen Rollstuhl.

Leider geschlossen - Kirche in Wolfsthal

Was mich ein wenig störte, war 1. dass die meisten Kirchen geschlossen sind und es 2. daher schwierig bis unmöglich ist, Stempel für den Pilgerpass zu bekommen. Hier sehe ich die Pfarren und Gemeinden gefordert. Wie wäre es damit, wenn die Kirche aus den unterschiedlichsten Gründen verschlossen bleiben muss, irgendwo in einer Nische einen Stempel und ein Stempelkissen aufzustellen, wie ich es bereits in Spanien gesehen habe?

Idyllischer Rastplatz kurz vor Hainburg

Auch ein Schild an den öffentlichen Brunnen (es wäre wünschenswert, wenn es mehr davon gäbe!) mit dem Hinweis, ob das Wasser zum Trinken geeignet ist, fände ich nicht schlecht. Wir Pilgerinnen und Pilger würden uns durch derartige kleine Maßnahmen willkommener und besser aufgenommen fühlen.

Wiese bei Petronell-Carnuntum


Was die Unterkunftsmöglichkeiten betrifft, so gibt es entlang des Weges kleine Pensionen in ausreichender Zahl, jedoch habe ich bisher keinen Hinweis auf eine einzige Pilgerherberge gesehen. Vielleicht ein Tipp für Startups? Den Abend zusammen mit Gleichgesinnten an einem Tisch zu verbringen wäre doch etwas Anderes, als allein in seinem Zimmer zu sitzen.

Gasthäuser, Cafés und Buschenschanken sind in großer Anzahl vorhanden, Supermärkte ebenfalls, doch eher in den größeren Ortschaften und nicht direkt am Weg.

S-Bahn-Garnitur im Bahnhof Regelsbrunn

Äußerst positiv zu vermerken ist schließlich noch die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die in stündlichen Intervallen auf diesem Teil des Weges verkehrende S7 macht es möglich, den Weg auch in Tagesetappen zu gehen (z.B. von Wien aus). Weiters verkehren hier auch Busse.
In allen Zügen ist das Mitnehmen von Fahrrädern erlaubt (die Beschaffenheit der Strecke macht Radpilgern zu einer sehr interessanten Option), Tickets sind an jedem Bahnhof beim Automaten erhältlich.


Radweg bei Schwechat

Soweit meine ersten Gedanken zu diesem Teil des Weges, weitere werden sicher folgen.





Donnerstag, 19. Mai 2016

Exakt 10 Kilo weniger

Leckeres "Pilgerfrühstück" in Pamplona

Seit meiner Rückkehr aus Spanien hatte ich enormen Stress, denn kaum war ich wieder zu Hause, wurde meine Mutter, die zu Hause gestürzt war und glücklicherweise rechtzeitig gefunden wurde, ins Krankenhaus eingeliefert, wo ich seitdem jeden Tag mehrere Stunden verbracht habe.

Ein typisches Mittagessen: "Pescado" mit Weißbrot und Cerveza

Schon in den letzten Tagen, als das Wetter langsam frühlinghaft wurde, fiel mir auf, wie locker verschiedene Kleidungsstücke saßen, die ich seit dem vergangenen Herbst nicht mehr angehabt hatte und heute habe ich mich nach langer Zeit wieder einmal auf die Waage gestellt: Seit meinem ersten Aufbruch auf den Camino im April des vergangenen Jahres (wer hier mitgelesen hat weiß: Ich gehe ihn in Teilstücken, und war bisher ein Mal 10, ein Mal 12 und einmal 20 Tage unterwegs) habe ich exakt 10 kg abgenommen, und das ist wirklich sehr erfreulich.

Vorräte auffüllen in Población de Campos

Mit Kleidergröße 42/44 bei einer Körpergröße von über 1,70 war ich auch vorher nicht wirklich dick, aber 10 Kilo sind 10 Kilo und Größe 40 sieht einfach um vieles besser aus.

Tapas in Villalcázar de Sirga


Dieser positive Nebeneffekt überrascht mich selbst, denn ich gehöre eher zu den gemütlicheren PilgerInnen, gebe mich bei Schlechtwetter auch einmal mit 10 oder 12 km zufrieden und meine Ernährung auf dem Camino (Spanisches Frühstück mit Weißbrot oder - schlimmer! - Schokocroissant, unterwegs Bananen, Nüsse und Schokolade, zu Mittag gerne ein Glas Bier zur Tortilla usw.) kann man nicht gerade als gesund bezeichnen. Aber wie auch immer: Die Waage lügt nicht und ich bin die lästigen Kilos, die ich seit der Zeit, als ich vor 12 Jahren in einen "sitzenden" Beruf gewechselt bin, zugelegt habe, wieder los.

Deftiges Mittagsmahl in Itero de la Vega

Abnehmen ist natürlich nicht Sinn und Zweck des Jakobswegs und daher möchte ich mich an dieser Stelle auch nicht weiter über dieses Thema verbreitern (ich habe unterwegs übrigens auch Leute kennen gelernt, die über Gewichtszunahme geklagt haben), denke aber, dass es richtig war, morgens ohne groß zu frühstücken loszulaufen, gegen 10 Uhr eine erste ordentliche Mahlzeit zu mir zu nehmen, am frühen Nachmittag (nach der Ankunft im jeweiligen Quartier) die zweite und abends auf üppige Pilgermenüs zu verzichten.

Abendessen in Rabé de las Calzadas

Auch in diesem Sinne: Buen camino! ... Wie ich finde, ein viel schönerer Weg, überflüssige Kilos zu verlieren, als frustrierende Diäten oder langweilige Übungen im Fitness-Studio.




Dienstag, 17. Mai 2016

BBK Good Hostel Bilbao - Erfahrungsbericht


Ganz neu und top ausgestattet - Good Hostel Bilbao


Das BBK Good Hostel Bilbao liegt in Bolueta, einem ganz neuen und teilweise noch im Bau befindlichen Wohnviertel von Bilbao und ist sowohl vom Bahnhof Abando als auch von der Bushaltestelle auf der Plaza Moyúa (hier hält der Airport-Bus) in wenigen Minuten zu erreichen.

Metro-Plan Bilbao

Ebenso schnell ist man im Stadtzentrum (Casco Viejo) oder im berühmten Guggenheim Museum (Metro-Station Moyúa, exit: “Ercilla-Guggenheim”) .

Aufenthaltsraum BBK Good Hostel Bilbao

Das Hostel verfügt über große, ganz modern ausgestattete Zimmer (2-10 Betten) mit versperrbarem Schließfach (Chipkarte), Bettdecken + Bettwäsche, Badezimmer mit Föhn, Aufenthaltsräume, einen großen, schönen Frühstücksraum (das Frühstück ist im Preis inbegriffen), diverse Getränkeautomaten und Vending-Maschinen, einen Waschraum, einen separaten Raum mit Schließfächern für die Gepäcksaufbewahrung nach dem Check-out UND ist barrierefrei.

Frühstücksraum, BBK Good Hostel Bilbao
 
Sogar frisches Obst


Pluspunkte:

  • sehr freundliches, mehrsprachiges Personal
  • geräumig und ganz modern
  • in der kalten Jahreszeit beheizt
  • mit der Metro*) gut erreichbar
  • kann im Voraus gebucht werden 
  • versperrbarer Radabstellplatz und Privatparkplatz
  • viele verschiedene Unterbringungsarten: Barrierefreie Zimmer, Familienzimmer, Zimmer nur für Frauen ...
  • Supermarkt gleich in der Nähe 

Guggenheim Museum Bilbao


Weniger gut:

  • eher Jugendherbergsatmosphäre, aber auch Pilger steigen hier ab
  • abends kann es lauter werden (siehe oben)


Zusammenfassung:  
Gutes Preis-Leistungsverhältnis (ab 17,50 € inkl. Frühstück), sehr komfortabel, große, bequeme Betten mit guten Matratzen, Nachtlicht und Steckdosen.


*) Für Aufenthalte von mehr als eingem Tag lohnt es sich, sich, gleich bei der Ankunft eine wiederaufladbare Vielfahrtenkarte (BARIK) zum Preis von 3 € anzuschaffen. Diese gilt für alle öffentlichen Verkehrsmittel, auch für den Flughafenbus, und ist billiger als Einzelfahrscheine.


León Hostel - Erfahrungsbericht


In diesem wunderschönen alten Haus im gotischen Viertel von León, keine 100 m von der Kathedrale entfernt, befindet sich - in einer großen, schönen Altbauwohnung im 3. Stock - das León Hostel.

León Hostel, Calle Ancha 8

Die Zimmer (zumeist 4-Bett) sind groß, hell und modern eingerichtet, selbstverständlich beheizt, Bettwäsche und Steppdecke werden zur Verfügung gestellt, außerdem gibt es in den Zimmern versperrbare Schränke, Kleiderbügel und Steckdosen.

4-Bett-Zimmer im León Hostel

Viel Platz, Licht und ein tolles Ambiente


Außerdem verfügt das Hostel über eine gut ausgestattete Küche (Kaffee, Tee, Kakao und diverse Grundnahrungsmittel zur freien Entnahme), eine Waschmaschine (Preis 3 €), einen Trockenraum, getrennte Duschen und WCs für Frauen und Männer und einen großen Aufenthaltsraum mit PCs, Spielen, vielen Büchern und einem Erker mit Sitzgelegenheiten.

Aufenthaltsraum im León Hostel

Die Preise pro Bett und Nacht, liegen zwischen 13 € (unter der Woche) und 15 € (am Wochenende).

Pluspunkte:
Sehr freundliches, nettes und hilfsbereites Personal
sauber und gepflegt, eigene Bettwäsche
Schließfächer
Exzellente Lage, gleich bei der Kathedrale
Supermärkte, Lokale und Geschäfte gleich in der Nähe
Vom Bahnhof/Busbahnhof in 10 - 15 min. zu Fuß zu erreichen
Auch nach dem Check-out kann man seine Sachen noch bis zum Abend problemlos dort lassen und WLAN, Küche und Bad benützen
Reservierung im Voraus möglich

Weniger gut:
Nachts kann es - aufgrund der zentralen Lage in der Hauptstraße - recht laut werden (Musik aus den Lokalen, Passanten usw.)
Keine Pilgerherberge (obwohl viele Pilger hier absteigen), d.h. in der Nacht auch drinnen teilweise sehr unruhig

Zusammenfassung:
Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wen es nicht stört, dass die Nacht recht kurz werden kann, der ist hier bestens aufgehoben.

Chocolate con churros - Chocolatería "Valor" (im selben Haus)

Montag, 16. Mai 2016

Albergue Santa Clara, Bercianos del Real Camino - Erfahrungsbericht

Albergue Santa Clara, Bercianos

Die private Pilgerherberge Santa Clara befindet sich in der C/ Iglesia, 3, einer Seitengasse auf der rechten Seite der Hauptstraße, im Ortszentrum von Bercianos. Man gelangt dorthin, indem man den grünen Kreidemarkierungen auf dem Boden folgt, die in diesem Ort anstatt von Schildern verwendet werden.

Immer den grünen Pfeilen nach ...

Hinter der Mauer, die das Grundstück umgibt, erwartet eintreffende Pilger ein kleines Paradies.

Gemütlich und familiär

Das ist der schöne große Innenhof mit zahlreichen Sitzgelegenheiten, Liegestühlen, Wäscheständern und -leinen. Getränke und Eis gibt es drinnen beim Hospitalero.

4-Bett-Zimmer in der Albergue Santa Clara
 
Auch die Zimmer (zwei mit 2 und eines mit 3 Stockbetten, es gibt aber auch einige Doppelzimmer) sind gepflegt - Steckdosen, Ablagemöglichkeiten, Kleiderbügel und -haken, Bettlaken und Polsterüberzüge sind vorhanden - und werden (gut!) beheizt.
Das Bad ist ebenfalls sauber und geräumig. Seife und Duschgel werden - ebenso wie Handtücher - zur Verfügung gestellt.


Ideal zum Zubereiten gemeinsamer Mahlzeiten


Das ist die schöne, große Küche, ideal für Selbstversorger. Was man zum Kochen benötigt, bekommt man entweder direkt in der Herberge, die zugleich auch eine Bar und einen kleinen Laden umfasst, oder im Lebensmittelgeschäft ("tienda") im Dorf.

Vorraum/Bibliothek


Aufmunternde und besinnliche Sprüche, kleine Gebete, Pilger-Infos u.v.m. findet man im liebevoll gestalteten Vorraum.

Abendspaziergang in Bercianos


Zusammenfassung:
Eine Herberge, die ich wirklich empfehlen kann. Die Hospitaleros sind äußerst nett und bemüht, und die ganze Anlage zeugt von dem Bestreben, es vorbeikommenden Pilgerinnen und Pilgern so gemütlich wie möglich zu machen.

Ausstattung: Waschmaschine und Trockner, Kühlschrank, Getränkeautomaten, eine sehr gut ausgestattete Küche, ein verschließbarer Radabstellplatz, WLAN

Radpilger und Pilger mit Hund oder hoch zu Ross, sind hier gern gesehen, im nahe gelegenen Park besteht auch die Möglichkeit zu zelten.

Preis pro Bett: 8 €

Da es sich um eine private Herberge handelt, ist es auch möglich, vorab - telefonisch oder per Mail - zu reservieren. Der Hospitalero spricht mehrere Sprachen.

Sonntag, 15. Mai 2016

Albergue Hostal Moratinos - Erfahrungsbericht

Die idyllisch gelegene Albergue/Hostal Moratinos

Es lohnt sich wirklich, die Etappe von Carrión über Terradillos noch um wenige Kilometer zu verlängern, denn inmitten der Meseta, gleich hinter einer Kurve, liegt das wunderschöne Dorf Moratinos mit seinen in den Berg gebauten Botegas, Lehmhäusern und ... der gleichnamigen Albergue.

Direkt am Camino: Der Gastgarten

Die Eigentümer (Daniel Pedrosa,ein spanischer Ingenieur, der einige Jahre in Deutschland verbracht hat und daher sehr gut Deutsch spricht, und die Deutsche Martina Bötel) haben hier in den Jahren 2010/11 ein wirkliches "Schmuckkästchen" hingestellt, das keinen Wunsch offen lässt.

Sauber und freundlich: Gästezimmer in Moratinos


Die Unterbringung in der Albergue (es gibt auch ein Hostal, Zimmerpreis ca. 40 €) kostet 10 € pro Kopf in 3- oder 4-Bett-Zimmern. Bettwäsche, Handtücher, versperrbare Schränke, ein modernes und perfekt ausgestattetes Bad mit Föhn, Seife, Cremes, ja sogar Gesichtsreinigungstüchern sind im Preis inbegriffen.

Äußerst sauber und gepflegt: Bad des Albergue-Bereichs

Des Weiteren verfügt das Haus über einen sehr geschmackvoll eingerichteten Aufenthaltsraum, eine große Terrasse nach hinten hinaus mit Blick ins Grüne, einen schönen Gastgarten vor dem Haus, Wäscheständer, ein Restaurant (Pilgermenü und Essen à la carte) und vieles andere mehr.

"La Bibliotéca"

Dass ich trotzdem hier nicht ganz glücklich war, lag daran, dass der Chef des Hauses ohne Vorankündigung, Erklärung oder Entschuldigung einfach einen fremden Mann neben mir im Doppelbett unterbrachte, was diesem letztendlich ebenso unangenehm war wie mir.

Ich habe keine Probleme damit, in gemischten Schlafsälen zu nächtigen, aber ein Stockbett ist in meinen Augen etwas anderes als ein Doppelbett und das Haus war zu dem Zeitpunkt, als ich dort übernachtet habe, nicht ausgelastet.

Terrasse im 1. Stock mit Blick auf den Camino


Anmerken möchte ich auch noch, dass die Preise für Speisen und Getränke ebenso wie für Wäsche waschen und trocknen hier um einiges höher sind als in anderen Lokalen auf diesem Teil des Caminos, was ich mir nur damit erklären kann, dass der Inhaber große Investitionen für den Ausbau dieses Hauses getätigt hat, die nun auf irgend eine Art und Weise wieder hereinkommen müssen.

Das Haus ist ganzjährig geöffnet (und natürlich beheizt), Reservierungen können per Mail, Fax oder telefonisch vorgenommen werden. Radpilger sind willkommen, keine Kochgelegenheit für Selbstversorger.

Zusammenfassung: Urlaubsfeeling, das aber auch seinen Preis hat.

Samstag, 14. Mai 2016

Albergue municipal, Villalcázar de Sirga - Erfahrungsbericht


In diesem schönen alten Gebäude befindet sich die Gemeindeherberge von Villalcázar de Sirga.
Sie wird von freiwilligen Hospitaleros betreut, verfügt über etwa 20 Betten, Duschen (Warmwasser nach Münzeinwurf), WCs, eine Gemeinschaftsküche, in der auch das Frühstück eingenommen wird, eine Waschmaschine und einen Trockenraum zum Wäsche aufhängen sowie (ein sehr schwaches) WLAN.


Die Herberge ist ausschließlich Pilgern vorbehalten (Pilgerausweis!), die gegen eine freie Spende (Donativo) dort nächtigen und frühstücken können.

Bettwäsche (Leintuch und Polsterüberzug) sowie Wolldecken sind vorhanden, es gibt allerdings keine Heizung!

Da es an dem Tag, als ich dort war, nachts Temperaturen um den Gefrierpunkt hatte, brachte uns der Hospitalero ein kleines elektrisches Heizgerät, was zwar gut gemeint war, aber leider ohne große Wirkung blieb.

Schlafsaal in Villalcázar

Abends bereitete ich in der Küche aus den vorhandenen Lebensmitteln, die zur freien Entnahme zur Verfügung standen, eine kleine, wärmende Pilgermahlzeit zu: Geröstete Weißbrotscheiben mit Knoblauch, Butter und Salz und schwarzer Tee mit einem Schuss Rotwein.
  
Bescheidene, aber wärmende Pilgermahlzeit

Zusammenfassung:
Das Haus ist durchaus in Ordnung, der Hospitalero war ebenfalls sehr nett, nur ist diese Herberge eher in der wärmeren Jahreszeit zu empfehlen.
Das WLAN ist, wie bereits erwähnt, sehr schwach, es lohnt sich daher, im gleich daran anschließenden Hostal las Cantigas auf dem Hauptplatz einen Kaffee oder dergleichen zu trinken und das dortige Passwort zu erfragen. Das Signal aus dem Hostal ist so stark, dass es problemlos auch bis hinter die dicken Mauern der Albergue reicht ;-)

"Der Weg ist dein Lehrer!" Aushang in der Albergue municipal von Villalcázar