Samstag, 3. Oktober 2015

Hotel "Villa de Los Arcos" - Erfahrungsbericht

Kilometerweit nichts als Landschaft ... Etappe Estella-Los Arcos

Die folgende Etappe von Estella bis Los Arcos lief ich mit ein paar Pausen in einem Stück durch und kam daher relativ spät in Los Arcos an.

Zwischenstopp auf dem Weg nach Los Arcos
 
Das erwies sich insofern als problematisch, als nicht nur alle Herbergen, sondern auch alle Privatpensionen bereits belegt waren (letztere zumeist von Pilgergruppen vorreserviert). Weiter wandern kam nicht in Frage, dazu war ich eindeutig zu müde und so war ich froh, als ich am Hauptplatz den Kleinbus des Hotels "Villa de Los Arcos" stehen sah, in welchen der Chauffeur soeben das Gepäck von 3 Pilgerinnen einlud.

Hotel Villa de Los Arcos

Ich sprach ihn an und fragte, ob sie noch ein Zimmer für mich hätten, was er nach einem kurzen Anruf in der Rezeption bestätigte und landete so, nach einer ca. 5-minütigen Autofahrt im oben genannten Hotel, wo ich für 49 € ein Doppelzimmer zur Alleinbenützung mit Klimaanlage und allem üblichem Komfort bekam.

Das war zwar etwas teuer (selbstverständlich nicht für die Unterkunft in einem Hotel - dafür war es sogar recht günstig -, aber ich hatte durchschnittlich mit maximal 30 €/Tag kalkuliert), dafür konnte ich wieder einmal in Ruhe ausgiebig duschen, Haare und Wäsche waschen, im Internet surfen und sogar ein wenig fernsehen.

Ich hätte an diesem Abend (wenn schon, denn schon!) noch gerne etwas Gutes gegessen, doch leider teilte man mir mit, dass das Restaurant erst um 20:30 Uhr öffenen würde, was mir dann doch etwas zu spät war und so musste ich mich im Shop der angeschlossenen Tankstelle verköstigen. Sandwiches, Kekse, Schokolade und ein paar Getränke halfen mir über den Hunger hinweg und das Frühstück am nächsten Morgen war dann auch ausgiebig und sehr lecker.

Tortilla-Brötchen, Café con leche und Orangensaft im Hotel Villa de los Arcos

Schließlich brachte mich der Hotelbus wieder zurück zum Hauptplatz von Los Arcos, von wo ich gegen 10 Uhr (ich hatte, da ich von keinen MitpilgerInnen aufgeweckt worden war, sehr lang geschlafen) in Richtung Logroño aufbrach...
 
Los Arcos



Pluspunkte:
Modernes ***-Hotel
Zimmer: Einfach und zweckmäßig ausgestattet: Air condition, gratis W-LAN, TV, geräumiges Bad
Kostenloser Shuttle-Service vom/zum Ortszentrum
Sehr freundliches Personal
Tankstellen-Shop im Haus rund um die Uhr geöffnet

Weniger gut:
Relativ weit von Los Arcos entfernt, an der Autobahn A-12, daher kaum für abendliche Unternehmungen geeignet
Restaurant nur Abends ab 20:30 geöffnet, untertags nur Snacks aus dem Tankstellenshop



Freitag, 2. Oktober 2015

Albergue de peregrinos municipal de Estella - Erfahrungsbericht

Auch mit der "Albergue de peregrinos municipal de Estella, Navarra" hatte ich Glück! Sie liegt sehr zentral in der Rua Nr. 50, gleich in der Nähe der Brücke über den Rio Ega und des Palasts der Könige von Navarra. Restaurants, Bars, Supermärkte und andere Läden sind gleich in der Nähe, der Preis von 6 € pro Bett inklusive Einweg-Bettwäsche ist nahezu unschlagbar. 


Albergue de peregrinos municipal de Estella/Lizarra

Ich kam recht zeitig in Estella an und bekam daher ein Bett in einer sehr guten und geschützten Eck-Lage im Schlafsaal Nr. 5, gleich bei der Tür. Duschen, WCs, Steckdosen ... alles ist in ausreichender Anzahl vorhanden.

In dem netten kleinen Garten im Innenhof ist sogar Platz für Camper

Im Innenhof befindet sich eine schöne Terrasse mit einem kleinen Rasenstück, auf dem auch Camper ihr Zelt aufschlagen können. Sogar Haustiere sind hier erlaubt.

Sehr große, geräumige Küche für Selbstversorger

Die Küche lässt ebenfalls nichts zu wünschen übrig: Sie ist sehr geräumig, sauber und gepflegt, außerdem stehen hier und draußen auf der Terrasse diverse Automaten mit Kalt- und Heißgetränken sowie Snacks.


Malerische Fassaden an den Ufern des Rio Ega

Pluspunkte:
Sehr gute, zentrale Lage im Ortszentrum, Bars, Restaurants und Geschäfte sind leicht erreichbar
Ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis, freundliches Personal

Weniger gut:
Mit fast 100 Betten ein relativ großes Haus, ein wenig privacy wird man hier vergeblich suchen
Duschen und Sanitäranlagen sind allerdings in ausreichender Anzahl vorhanden
WLAN funktioniert, so lange sich nicht alle im Haus aufhalten, dafür ist das Signal eindeutig zu schwach

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Albergue de Peregrinos Maralotx, Cirauqui - Erfahrungsbericht

Kirche San Román, Cirauqui

Cirauqui (Zirauki) ist ein wunderschönes, historisches Dörfchen in Navarra, auf der Etappe zwischen Puente de la Reina und Estella - etwa 3 km nach Mañeru - und auf jeden Fall einen Abstecher wert. Das Volksfest, das gerade stattfand, als ich hier eintraf, machte es für mich zu einem ganz besonderen Erlebnis.
  

Nach einem ziemlich steilen Anstieg durch die engen Gassen des historischen Ortskerns hinauf ins Stadtzentrum erreicht man die "urige" Albergue Maralotx, direkt gegenüber der romanischen Kirche "Iglesia di San Román" und wird sehr freundlich aufgenommen.

Albergue Maralotx, Cirauqui
Schlafsaal, Albergue Maralotx

Die Betten bestehen aus einer soliden Holzkonstruktion, Steckdosen und Ablagemöglichkeiten sind in ausreichender Anzahl vorhanden. Auf der Terrasse kann man seine Wäsche von Hand waschen und zum Trocknen aufhängen, Pilgermenü wird ebenfalls angeboten (habe mich allerdings selbst verpflegt).


Pluspunkte:

Ser gute Lage im historischen Ortszentrum
Supermarkt (Tienda) nur ca. 50 m entfernt (allerdings ist zu berücksichtigen, dass dieser, wie in der Gegend allgemein üblich zwischen 14 und 18 Uhr geschlossen ist)
Nette, freundliche Pilgeratmosphäre, Preis pro Bett: 10 €, Pilgermenü ebenfalls 10 €


Hippie-Atmosphäre in der Albergue Maralotx


Weniger gut:
Negatives kann ich über diese Albergue eigentlich überhaupt nichts sagen. Ich war mit der Unterbringung rundum zufrieden und habe mich gut aufgehoben gefühlt.

Wäschetrockner auf der Terrasse

Selbstversorger könnten vielleicht die mangelnde Kochgelegenheit bemängeln, auch Wäschewaschen kann man hier nur von Hand, es gibt keine Waschmaschine oder Trockner.

Mein einziges Problem, wenn man das als solches bezeichnen kann, war, frühmorgens die Fortsetzung des Weges wieder zu finden. Habe mich mangels einer deutlichen Beschilderung mehrmals verlaufen und das große Tor am Hauptplatz war noch vom Fest am Vorabend mit Fahnen dekoriert, sodass man die Pfeile nicht sehen konnte. Aber auch das ließ sich mit Hilfe einiger freundlicher Einheimischer schließlich lösen ...

Römische Brücke am Stadtausgang von Cirauqui